Die Firma wurde 1887 in La Chaux-de-Fonds unter dem Namen Eberhard et Rosselet gegründet, von Georges-Lucien Eberhard (aus Jegenstorf, BE) und Henri Rosselet (aus Douanne/Twann). 1892 wurde die Firma zu Eberhard & Co., und 1906 zog sie in die spektakuläre Maison de l’Aigle (Avenue Léopold-Robert 73), gekrönt von einem Adler und mit Werkstätten und Wohnräumen unter einem Dach.
Diese Meilensteine prägten die technische DNA von Eberhard und erklären seine Beliebtheit bei Offizieren – insbesondere in Italien – in den 1930er-Jahren.
Der Name Extra-Fort erschien Anfang der 1940er-Jahre und wurde zum Markenzeichen der großen Chronographen des Hauses. „Pre-Extra-Fort“ und Extra-Fort-Modelle erkennt man an der Schiebeklinke auf der rechten Gehäuseseite (zum Sperren/Pausieren des Chronographen) – eine sehr typische Eberhard-Idee, um Fehlbedienungen zu vermeiden.
Werke:
Hinweis: Einige Händler bezeichnen das 14000 als „in-house“, doch Fachliteratur betont, dass Eberhards erstes echtes modernes Manufakturkaliber viel später erschien – nämlich 2019 mit dem EB 140.
Das Kaliber 1600 (ohne die beiden Nullen) ist mit den Schleppzeiger-Chronographen der späten 1930er verbunden und gilt als eine modifizierte Valjoux 65; das 16000 war dagegen ein weiteres großes 16-Linien-Werk jener Zeit. Beide Bezeichnungen tauchen manchmal parallel in Auktionen auf, was die Verwirrung erklärt.
Nach einem Umzug nach Biel/Bienne (1978) kehrte die Marke 2018 in ihre Maison de l’Aigle zurück und eröffnete 2019 ihr Museum – der Adler erhielt seine Kuppel zurück.