Longines wurde 1832 in Saint-Imier von Auguste Agassiz unter dem Namen Agassiz & Cie gegründet. 1867 nahm die Firma den Namen Longines an und führte ihr berühmtes Logo der geflügelten Sanduhr ein — das älteste noch verwendete Markenzeichen der Uhrenindustrie.
1878 stellte Longines seinen ersten Chronographen vor, das Kaliber 20H, eine Monopusher-Konstruktion, die schnell im Pferdesport eingesetzt wurde. Im selben Jahr begann die Marke ihre lange Tradition in der Sportzeitmessung, insbesondere in den USA.
1912 revolutionierte die Manufaktur die Sportzeitmessung mit elektrischer Drahtauslösung, ein Vorläufer moderner Synchronisationssysteme. 1913 entwickelte Longines das Kaliber 13.33Z, eines der ersten Armband-Chronographen, mit einem in die Krone integrierten Drücker. Dieses Modell führte auch die Flyback-Funktion ein, 1935 patentiert und 1936 registriert.
1936 brachte Longines das Kaliber 13ZN heraus, das als eines der besten Armband-Chronographen seiner Zeit gilt. Es verfügte über eine Flyback-Funktion und einen halb-instantanen Minutenzeiger, was die technische Führungsrolle der Marke unterstrich. Heute sind Uhren mit dem 13ZN bei Sammlern hoch geschätzt.
Neben der Zivilproduktion etablierte sich Longines in der Sportzeitmessung. Bereits 1886 wurde das 20H in Pferderennen eingesetzt, und 1912 wurde die Firma offizieller Zeitausrüster bei Reitturnieren. Diese Tradition setzt sich fort: Longines ist heute Partner wichtiger Wettbewerbe wie der FEI, der Global Champions Tour und Royal Ascot.
Longines-Chronographen, insbesondere mit den Kalibern 13.33Z und 13ZN, nehmen einen besonderen Platz in der Uhrengeschichte ein. Sie verkörpern Robustheit, Präzision und Eleganz. Die Marke pflegt dieses Erbe mit ihrer Heritage Collection, die ikonische Modelle neu auflegt, sowie mit modernen Kreationen wie dem Chrono Flyback und der Spirit-Linie, die an ihre luftfahrttechnische Vergangenheit erinnert.